Direktvertrieb / Network Marketing Seit einigen Jahren liegt die Neugründungsquote der Selbständigen bei den Erwerbstätigkeiten in Deutschland im Verhältnis zu anderen europäischen Ländern mit bis zu 11% sehr niedrig. (sueddeutsche.de v. 26.09.2010). Nach einer Umfrage aus dem letzten Jahr sei das Image der Selbstständigkeit immer noch geprägt von der Vorstellung hoher Investitionen und finanzieller Risiken. (WELT-online v. 27.04.2010)
Eine Alternative bietet der Direktvertrieb in seiner Unterform des Network-Marketing. Doch was ist das und wie seriös ist diese Vertriebsform.
Im Direktvertrieb werden die Waren, die der Hersteller produziert, „direkt“ an den Endkunden verkauft. Groß- und Einzelhandel sind ausgeschaltet. Eine Unterform ist das Network-Marketing. Hier werden die Waren über ein Netzwerk von selbstständigen Geschäftspartnern an den Endverbraucher verkauft. Diese Geschäftspartner haben die Möglichkeit die Waren zu einem Vorteilspreis für sich zu erwerben oder sie zum Verkaufspreis weiterzuverkaufen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass sich die Geschäftspartner zusammenschließen und so Netzwerke bilden. „Klinken putzen“ wie beim klassischen Handelsvertreter entfällt damit.
Zahlreiche IHK bieten Zertifikatslehrgänge „Berater im Direktvertrieb“ oder Existenzgründerseminare an. Die Seriösität der Anbieter erkannt man, wenn Produkte mit Nutzen und Nachfrage, direkt vom Hersteller, für alle Geschäftspartner zum gleichen Preis angeboten werden; Provisionen nur verdient werden durch Produktumsatz, beim Start ein überschaubarer Investitionsrahmen ohne Abnahmeverpflichtung entsteht und der jeweilige Anbieter finanzstark ist. Es gibt eine ganze Reihe seriöser Anbieter, eines der ältesten Unternehmen ist Amway. Amway wurde 1959 gegründet und ist in über 80 Ländern vertreten. Im Jahre 2009 machte Amway einen Gesamtumsatz von 8,4 Millarden Dollar, Tendenz steigend. Die angebotenen Produkte des täglichen Bedarfs stammen aus den Bereichen Kosmetik, Wellness und Haushalt. Die Geschäftspartner haben keine Abnahmeverpflichtung, keine Lagerhaltung und können sich die Arbeitszeit frei einteilen. Ein finanzielles Risiko besteht damit nicht, die Provisionen sind umsatzbezogen.
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